Meine Haltung und Arbeitsweise
Vertrauen, Sicherheit und Wertschätzung bilden das Fundament meiner Arbeit.
Ich begegne Menschen mit der Überzeugung, dass hinter jedem Verhalten ein guter Grund liegt – auch wenn dieser auf den ersten Blick nicht sichtbar ist. Ob Kinder, Eltern, Großeltern oder pädagogische Fachkräfte: Wir alle reagieren in belastenden Situationen manchmal anders, als wir es eigentlich möchten. Nicht aus mangelndem Willen, sondern häufig, weil unser Nervensystem gerade versucht, mit Stress, Überforderung oder Unsicherheit umzugehen.
Deshalb steht für mich nicht die Frage im Vordergrund, was „falsch“ läuft, sondern was Menschen brauchen, um sich sicherer, verbundener und handlungsfähiger zu fühlen.
Ich bin überzeugt, dass Entwicklung dort möglich wird, wo Menschen sich gesehen, verstanden und mit ihrer individuellen Geschichte angenommen fühlen. Wertschätzung, Wohlwollen und ein respektvoller Umgang mit der ganzen Bandbreite menschlicher Emotionen sind deshalb tragende Säulen meiner Arbeit.
Ein besonderes Anliegen ist es mir, wissenschaftliche Erkenntnisse aus Neurobiologie, Entwicklungspsychologie und Stressforschung verständlich und praxisnah zu vermitteln. Denn Verstehen schafft Sicherheit. Und Sicherheit eröffnet Raum für Neugier, neue Perspektiven und nachhaltige Veränderung.
Ich glaube, dass die Ressourcen und Lösungen, die wir für Entwicklung benötigen, oft bereits in uns angelegt sind. Manchmal braucht es lediglich einen geschützten Rahmen, fachliche Orientierung und einen verständnisvollen Blick von außen, um sie wieder zugänglich zu machen. Diesen Prozess begleite ich mit Empathie, fachlicher Kompetenz und einer guten Portion Humor.
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen und ein Stück Ihres Weges zu begleiten.
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Arbeitsgrundlage
Polyvagaltheorie - die "Wissenschaft der Sicherheit"
Der Begriff ist nicht entscheidend, aber die Essenz aus einer hochkomplexen Theorie:
Hat man sie wirklich verstanden, verändert sie die Haltung, die Sicht auf die Welt und das Erleben radikal hin zu mehr Verständnis, Miteinander, Wohlwollen und Mitgefühl.
Wie hilfreich dieses Ausbildung an der Deutschen Polyvagalakademie mit namhaften Vertretern wie Stephen Porges, Deb Dana, Michael Allison oder Verena König ist, zeigt sich auch in der angewandten Arbeit als PlayZonePro Certified Coach, bei der es draum geht, immer wieder in unsere PlayZone zu finden - die Zone unseres größten Leistungspotienziales.
Die Polyvagaltheorie ist ein weiterentwickeltes Modell des Autonomen Nervensystems ("ANS"). Dr. Stephen Porges, ein amerikanischer Psychiater und Neurowissenschaftler, entschlüsselte, dass unser Autonomes Nervensystem permanent und für uns unbewusst die Frage nach Sicherheit und Gefahr stellt. Es schätzt unterbewusst anhand unserer Prägungen, Erfahrungen und den aktuellen Gegebenheiten unsere Situation ein und entscheidet ohne unser willentliches Zutun, ob wir "sicher" sind, oder nicht.
Aus dieser absolut subjektiven und für jeden Menschen individuellen Einschätzung heraus navigiert es uns automatisch entlang einer klar vorgegebenen Hierarchie von autonomen Zuständen, die bestimmte Gefühle und Verhaltensweisen hervorrufen. Das hilft uns, für Verhalten und menschliche Reaktionen jenseits der Unterstellung einer Absicht eine neue Perspektive sowie Verständnis für uns selbst und für andere zu entwickeln.
Die Polyvagaltheorie versteht also Verhalten und Reaktionen zunächst als eine an die Situation angepasste Lösungsstrategie und zeigt uns zugleich Lösungswege auf, um zurück in die Sicherheit zu navigieren. Wenn uns diese "Muster" bewusst werden, ist das der Schlüssel, um unser Verhalten und unsere Reaktionen nachhaltig zu verändern.
„Wenn man die Welt verbessern will, sollte man dafür sorgen, dass Menschen sich sicherer fühlen“
Stephen Porges, Begründer der Polyvagaltheorie

PEP®
(Prozess- und embodimentfokussierte Psychologie nach Dr. Michael Bohne):
Klopfen soll helfen?
In der PEP geht man von zwei großen Themenbereichen aus: belastende Emotionen (wie z.B. Ängste in unterschiedlichen Ausprägungen, belastende Wut, Ärger, Trauer oder Scham/Schuld) und ungünstige Beziehungsmuster und Glaubenssätze.
Diese Themen werden in unterschiedlichen Hirnarealen verarbeitet. Man weiß mittlerweile, dass sich belastende Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster nicht einfach durch den puren Willen verändern lassen (Mehr Infos hierzu liefert die Polyvagaltheorie ;-).
Hier setzt auch die PEP an. Klingt wild, ist es aber nicht: durch eine Verstörung neuronaler Netzwerke mittels multipler neuronaler Stimulationen (z. B. Klopfen, Reiben von Körperpunkten, Aktivieren des Vagusnerves, wahrnehmen und benennen von Körperempfindungen und Gefühlen) werden die belastenden Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster korrigierend beeinflusst. Hier werden die unterschiedliche Netzwerke zur Informationsverarbeitung gleichzeitig stimuliert. Die dahinterstehenden Wirkhypothesen sind rational erklärbar und nachvollziehbar.
Ich habe PEP® im Rahmen der Selbsterfahrung kennengelernt, war total begeistert und habe daraufhin die Ausbildung bei Dr. Bohne belegt und abgeschlossen.

